Doping ist Betrug, es ist mehr als jede andere Übertretung einer Regel, es untergräbt jegliche Chancengleichheit und es ist gegen den Geist des Sportes und gegen den Olympischen Gedanken.
Mit dem Gebrauch von Doping entscheidet sich der Athlet und auch der Trainer eindeutig, sein Ziel auf eine unfaire Weise zu erreichen.
Doping ist ein länger dauernder Prozess in dem der Athlet und der Trainer mehrfach die Regeln brechen und dann durch Absetzen der Präparate versuchen, am Wettkampftag mit einer weißen Weste dazustehen.
Doping ist nicht ein Ausrutscher oder ein Versehen, sondern die systematische Realisierung einer verbotenen Leistungssteigerung auf dem Weg zu dem erklärten Ziel, dem Sieg. Es zählt nicht mehr der Versuch mit den gegebenen Möglichkeitenauf legalem Weg das Beste zu erreichen, sondern mit allen Mitteln zum Sieg zu kommen.
Athlet und Trainer begeben sich dabei in eine moralische Schuld. Je nachdem, wie die Gesellschaft Doping wertet, werden sie mehr oder weniger leicht mit ihrer Schuld umgehen können.
Daher muss sich die Einstellung zum Thema Doping nicht nur bei Athleten, Trainern, Betreuern und Ärzten sondern viel mehr noch bei der breiten Bevölkerung ändern, erst dann werden die Schuldgefühle der Dopenden so groß sein, dass sich nur mehr sehr wenige für diesen Weg entscheiden.